Home Gedenkfeiern Gedenkfeier vom 27. Januar 2009

Gedenken an verfolgte Homosexuelle

Feier zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 2009, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, führte der  Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) am neuen Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin-Tiergarten eine Gedenkfeier durch. Bei der Veranstaltung hielt der Historiker Andreas Pretzel eine Ansprache. Im Anschluss wurden an dem 2008 eingeweihten Denkmal Blumen und Kränze niedergelegt.

Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine „widernatürliche Veranlagung“, für eine den so genannten „Volkskörper“ schädigende „Seuche“, die „auszurotten“ sei. Schon kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurden im März 1933 die schwulen und lesbischen Kneipen Berlins geschlossen worden. Die gesamte Infrastruktur der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, Lokale, Vereine, Verlage und Zeitschriften wurden aufgelöst, zerschlagen und zerstört.  Im Herbst 1934 setzte die systematische Verfolgung homosexueller Männer ein. Über 100.000 Männer wurden polizeilich erfasst, rund 50.000 nach § 175 verurteilt. Etwa 10.000 schwule Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt, mit dem „Rosa Winkel“ erniedrigt, bestialisch gefoltert. Viele von ihnen wurden zu Tode geschunden oder ermordet.

Rede von Andreas Pretzel
 

 
für die gesamte Website: © Alexander Zinn 2008
Aller verfolgten im Nationalsozialismus gedenken - Winkel in allen Farben der Haftgruppen