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Homosexuellen-Denkmal

Das Berliner Denkmal für die
im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Am 27. Mai 2008 wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin von Kulturstaatsminister Bernd Neumann der Öffentlichkeit übergeben. Das Denkmal soll gemäß Bundestagsbeschluss vom 12. Dezember 2003 die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wach halten und ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen. Es handelt sich um eine Betonstele, die in ihrer Gestaltung an die Stelen des Holocaust-Mahnmals angelehnt ist.

Das am südlichen Rand des Tiergartens gelegene Denkmal entstand nach einem Entwurf des dänisch-norwegischen Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset. In dem schlichten, 3,60 Meter hohen und 1,90 Meter breiten Quader ist in einem Fenster ein etwa anderthalb Minuten langer Film mit zwei sich küssenden Männern zu sehen sein.

Den Anstoß für das Denkmal hatten der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) und die Initiative „Der homosexuellen NS-Opfer gedenken“ gegeben. Bau und Unterhaltung des Denkmals finanzierte mit 600 000 Euro der Bund. Das Land Berlin hat das Grundstück zur Verfügung gestellt und war für die Planung und Errichtung des Denkmals verantwortlich.

Das Denkmal wird seit Mai 2008 im Auftrag der Bundesregierung von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas betreut. Weitere Infos dazu unter
www.stiftung-denkmal.de

 
für die gesamte Website: © Alexander Zinn 2008
Aller verfolgten im Nationalsozialismus gedenken - Winkel in allen Farben der Haftgruppen